Demag Antriebstechnik

Basis für neues Inspektionsfahrzeug

Neue Wege der Brückeninspektion

Der Kunde

Die Moog GmbH in Deggenhausertal/ Bodensee ist weltweit als Spezialist für Brückenzugangstechnik bekannt. Das Unternehmen projektiert sowohl mobile Inspekti-onsgeräte für Brücken in ganz unterschiedlichen Bauformen als auch dauerhaft an der Brücke installierte Besichtigungswagen mit Plattformen, die eine Inspektion der Brückenunterseite ermöglichen.

Die Aufgabe

Für die „Queensferry Crossing“-Brücke bei Edinburgh/ Schottland – die weltweit größte Schrägseilbrücke – sollte Moog ein Konzept für die Inspektion und Wartung des Brückenhohlkörpers entwickeln. Dabei galt es zu berücksichtigen, dass auf der 2630 Meter langen Strecke im Inneren der Brücke Steigungen und Gefälle auftreten – und dass der zur Verfügung stehende Bauraum sehr beengt ist. Die gebräuchlichste Lösung für diese Aufgabe, ein schienengebundener Verfahrwagen mit externer Ener-gieversorgung der fahrmotoren, ließ sich nur mit Einschränkungen umsetzen.

Die Lösung

Moog entschied sich daher für die Konstruktion eines energieautarken Verfahrwagens mit mitfahrender Batterie und nutzte dafür das Grundkonzept des  Demag Batteriewagens. Dieses Fahrerlose Transportsystem (FTS) verfährt batteriegetrieben mit drehzahlgeregelten Demag Motoren und dem DRS Radblock-System.

Die „Deck Shuttles“ bringen zwei Personen mit bis zu 150 kg Ausrüstung zum Ein-satzort und erreichen dabei Geschwindigkeiten bis 240 m/min. Sanftes Anfahren und Abbremsen ist ebenso gewähleistet wie ein kraftvoller Start in vollbeladenem Zustand auch auf den Steigungsstrecken. Die On-board-Ladeeinheit ermöglicht das Laden der Batterie an den beiden Kopfstationen.

Besonderheiten

Bei diesem Projekt stellten die Moog-Konstrukteure das Prinzip des Batteriewagens buchstäblich auf den Kopf: Während die Batteriewagen wie ein Schwerlast-FTS auf dem Boden verfahren und frei navigieren können, hängen die Deck Shuttles an einer Einzelschiene, die an der Decke des Hohlraums in der Brücke montiert ist. Weil die Shuttles batteriebetrieben sind, kann man auf eine externe Stromversorgung verzich-ten. Das spart Platz und Montageaufwand.