Handling ohne Pause

Demag-Kran arbeitet im Stahlhandel rund um die Uhr

Demag-Kran arbeitet im Stahlhandel rund um die Uhr

In der die Hamburger Zweigniederlassung der Blume Stahlservice GmbH hat ein Zweiträger-Laufkran von Demag Cranes & Components das Handling von Stahlblechen übernommen. Neben einem sanften „Umgang“ mit den schweren Tafeln ist vor allem eine hohe Verfügbarkeit des Krans gefragt, der jeden Tag 24 Stunden lang im Dauereinsatz arbeitet.

Die 1955 gegründete, heute auf den Absatz von Flachprodukten aus Stahl spezialisiert Blume Stahlservice GmbH, Mülheim, ist eine Tochtergesellschaft von Corus plc., London, einem der weltweit größten Stahlunternehmen. An den vier deutschen Standorten Hamburg, Mülheim, Stuttgart und Zwickau erreicht Blume eine Umschlagleistung von rund 400.000 Tonnen im Jahr. Hinsichtlich der Kunden sind die Standorte an der jeweils dort ansässigen Industrie ausgerichtet. So ist beispielsweise die Zweigniederlassung Hamburg besonders auf Werften, wie Blohm & Voss, und die Windkraftindustrie spezialisiert.

Der von Demag Cranes & Components an Blume gelieferte Zweiträger-Laufkran ist mit einer Tragfähigkeit von zweimal zehn Tonnen ausgestattet. Seine Magnettraverse war schon vorher vorhanden und musste übernommen werden. Sie hat eine Tragkraft von zweimal acht Tonnen. Die beiden Laufkatzen des Krans können wahlweise zusammen oder einzeln angesteuert werden. Um ein sanftes Anfahren und Abbremsen zu gewährleisten, und so ein zu starkes Pendeln der sehr großen Platten zu verhindern, werden die Kran- und Katzfahrmotoren über Frequenzumrichter geregelt.

Die wichtigste Forderung von Blume zielte auf eine hohe Verfügbarkeit des Zweiträger-Laufkrans. Das war laut Aussage von Blume auch der Hauptgrund, sich für Demag als Lieferanten zu entscheiden, zumal das Unternehmen gute Referenzen im Stahlhandling vorweisen konnte. Denn der Kran wird als Herz der Gesamtanlage im Drei-Schicht-Betrieb rund um die Uhr benötigt, unter anderem zum Entladen von Bahnwaggons. Abgesehen davon benötigt Blume ohnehin eine hohe Krankapazität, weil er die Stahlbleche nicht nur ein- und auslagern, sondern das Gros von ihnen auch teilen muss. Das heißt, die Tafeln werden im angeschlossenen Bearbeitungszentrum im Brennschneidverfahren nach Kundenwunsch zugeschnitten. Insofern fallen praktisch ununterbrochen Handling-Aufgaben an. Dazu trägt auch ein erheblicher Sortieraufwand bei, der rund 80 Prozent der eingelagerten Bleche betrifft. Denn die im Hamburger Lager liegenden Tafeln im Gewicht von durchschnittlich 15.000 Tonnen können aufgrund ihrer unterschiedlichen Abmessungen nicht sortenrein gestapelt werden. Um die benötigte hohe Verfügbarkeit nachhaltig abzusichern, wird Blume voraussichtlich einen Wartungsvertrag mit Demag abschließen.

Gesteuert wird der Kran wahlweise aus einer Kabine oder via Funk vom Flur aus. Aus Sicherheitsgründen erfolgt die Umschaltung von der einen auf die andere Steuerungsart nicht über einen Schalter, sondern indem der Kranführer in der Kabine die entsprechenden Kontakte umsteckt. Beim Steuern des Krans über Funk darf der Bediener das Lager betreten. Zwischen den Platten gibt es Gänge, in denen er im sicheren Abstand zur Last stehen kann. Die Kabinensteuerung ist zum Beispiel vorzuziehen, wenn Lkw mit bis zu 17 Tonnen schweren Lasten beladen werden sollen. Von oben kann der Kranführer in das Fahrzeug sehen und die Last genau ausrichten. Hierbei kommt es wegen der Ladungssicherung auf eine millimetergenaue Positionierung an.

Sicherheit hat für den Betreiber sowieso höchste Priorität, da der Corus-Konzern für alle Tochtergesellschaften die weltweit höchsten Sicherheitsstandards vorschreibt. Deshalb war es für Blume Stahlservice auch selbstverständlich, dass alle betroffenen Mitarbeiter eine Kranführerschulung durchlaufen.

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Kontakt:
Unternehmenskommunikation
Demag Cranes & Components

Christoph Kreutzenbeck

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