

| Ablaufbericht |
Unsere Ausbildung bei der Demag Cranes & Components GmbH fing am 1. September an. Zuerst wurden wir in einer internen Einführungswoche auf die vor uns liegende Ausbildung vorbereitet. Direkt im Anschluss folgte die externe Einführungswoche.
Nach diesen beiden Wochen begann für uns der Einsatz in den Abteilungen. In jeder Abteilung gibt es einen sogenannten ABBA (Ausbildungsbeauftragten), der stets eine Ansprechperson für den Auszubildenden bei Fragen oder Problemen ist. Er verfolgt auch die Lernfortschritte des Auszubildenden und unterstützt uns. In welche Abteilung man eingesetzt wird ist unterschiedlich. Es gibt jedoch einige Pflichtbereiche, die wir bis zur IHK-Prüfung durchlaufen haben müssen:
Jeden Freitag und Samstag nehmen wir an den Vorlesungen der VWA in Hagen teil. Überwiegend sieht es so aus, dass freitags vormittags der Berufschulunterricht statt findet, nachmittags folgt eine Vorlesung, samstags haben wir immer zwei Vorlesungen.
Am ersten Tag an der VWA in Hagen wurden wir freundlich begrüßt und hatten unsere erste Vorlesung Techniken des Studierens. Danach fingen andere Vorlesungen an, wie zum Beispiel Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre, Mathematik und Marketing sowie einige andere. Besonders gut gefiel uns die Vorlesung Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre, sie gab einem mehr Sicherheit in dem Bereich und war, sozusagen, das Fundament für die weiteren Vorlesungen. Die Vorlesungen sind nämlich in Bereiche unterteilt. Der größte Bereich ist, aufgrund des Schwerpunktes, die Betriebswirtschaftslehre, des weiteren gibt es noch die Bereiche Volkswirtschaftslehre, Rechtswissenschaft und die methodischen Grundlagen. In diesen Bereichen müssen wir eine bestimmte Anzahl an Credits (Punkten) sammeln, die wir für jede Klausur bekommen. Die Übersicht über unsere Credits, Semesterpläne, Noten und persönliche Daten sowie Neuigkeiten finden wir auf der Homepage der VWA vor. Einige Dozenten stellen auch die Skripte der Vorlesungen auf diese Seite, die wir zu unseren Unterlagen nehmen können. Diese Homepage ist von großer Bedeutung für uns, da man hier alles Wichtige erfährt und auch bei Fragen oder Problemen mit der VWA Kontakt aufnehmen kann.
Nach den drei Ausbildungsjahren wird aus den Klausurnoten ein Durchschnitt gebildet, der zusammen mit der Diplomarbeit und mit dem Colloquium unsere Abschlussnote ergibt.
Der Berufsschulunterricht findet ebenfalls in der VWA statt und läuft 18 Monate lang parallel zum Studium. Unsere Berufsschulklasse in Hagen besteht aus 20 Schülern der verschiedensten Firmen. Allesamt wollen Industriekaufmänner/-frauen werden.
In der Berufsschule haben wir die Fächer Steuerung und Kontrolle (ReWe), Wirtschafts- und Sozialprozesse (AWL), Geschäftsprozesse (BWL) und Wirtschaftsinformatik. Zusätzlich haben wir noch Vorlesungen in Business English, deren Note aber ins Berufsschulzeugnis einfließt.
Wir haben freitags immer von 8.00 Uhr bis 14.00 Uhr Berufsschule. Zuerst zwei Stunden Steuerung und Kontrolle, dann eine Stunde Wirtschafts- und Sozialprozesse, danach drei Stunden Geschäftsprozesse und zum Abschluss eine Stunde Wirtschaftsinformatik. Der Berufsschulunterricht ist straff durchgeplant, da wir nach sieben Monaten schon die Zwischenprüfung und nach einem Jahr die Abschlussprüfung haben. Die Zwischenprüfung fließt in keine Note ein, sie ist für die Überprüfung des Leistungsstandes der Schüler da. Durch die Studientage, an denen man zusammen mit den Berufsschullehrern Prüfungen durchspricht, und durch die Unterstützung der Ausbilder, wird man bestens auf die Prüfungen vorbereitet. Außerdem kann man zusätzlich an einem Prüfungsvorbereitungskurs teilnehmen, in dem der Lernstoff wiederholt und vertieft wird. Innerhalb des Ausbildungsjahres haben wir zusätzlich die Möglichkeit an betriebsinternen Lerntagen in Gruppenarbeit zu lernen.
Die Abschlussprüfung gliedert sich in einen schriftlichen und einen mündlichen Teil. Die schriftlichen Prüfungen sind an zwei Tagen im September, die mündliche Prüfung ist meist ein halbes Jahr darauf. Bei der mündlichen Prüfung geht es darum, einen Prozess aus einer selbstausgewählten Abteilung anschaulich zu präsentieren. Anschließend werden themengerichtete Fragen gestellt um zu prüfen, ob der Prüfling sich auch rund um sein Präsentationsthema auskennt.
Nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung zum Industriekaufmann (ca. 18 Monate nach dem Ausbildungsbeginn) werden wir in einer Festabteilung eingesetzt. Diese Abteilung wird im Gespräch zusammen mit den Ausbildern bestimmt, wobei man sehr auf die Fähigkeiten und Neigungen des Auszubildenden eingeht. Von diesem Zeitpunkt an sind wir drei Tage in der Woche im Betrieb und zwei Tage in der VWA beschäftigt.